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Poolbillard

Thorsten Hohmann Zweiter bei inoffizieller WM im 14.1 Von , 10.10.2017

Poolbillard: Finalniederlage gegen Lee Van Corteza

Thorsten Hohmann, Poolbillard, 2010 © Joachim HerbertFast wäre Thorsten Hohmann sein fünfter Sieg beim prestigeträchtigen World Tournament of 14.1 in New York City gelungen. Im Weg stand dem Fuldaer Poolbillardprofi lediglich Lee Van Corteza (Philippinen), der im Finale mit 300:183 die Oberhand behielt.

Bereits zum 77. Mal wurde das traditionsreiche Poolbillardturnier ausgetragen, das gleichzeitig als inoffizielle Weltmeisterschaft in dieser Disziplin gilt. Nach seinem Sieg im Jahr 2015 und dem Aus im Viertelfinale in 2016 spielte sich der Fuldaer diesmal wieder bis ins Finale.

Insgesamt 32 Akteure gingen in vier Gruppen zu jeweils acht Spielern an den Start und Thorsten Hohmann landete in seinen sieben Gruppenspielen sechs Erfolge. Der Fuldaer bezwang seinen späteren Finalgegner Lee Van Corteza mit 100:45, außerdem Rhys Chen (Jamaika, 100:75), Tom Karabatsos (100:9), Bob Coates (100:31), James Heller (100:3) und John Schott (100:38). Lediglich gegen Jorge Rodriquez (alle USA) gab es beim 86:100 eine Niederlage.

Im Viertelfinale traf Hohmann auf Mika „The Iceman“ Immonen (Finnland) und lag in dieser Partie bereits mit 88:184 zurück. Der Fuldaer kam gegen den Titelverteidiger jedoch wieder an den Tisch, versenkte 112 Kugeln in Folge, gewann die Partie mit 200:184 und zog zum insgesamt sechsten Mal ins Halbfinale dieses Turniers ein.
Gegner dort war Darren Appleton, der das World Tournament of 14.1 im Jahr 2014 gewann. Gegen den Briten behielt Thorsten Hohmann beim 200:87 recht deutlich die Oberhand.

Im Finale traf Hohmann dann erneut auf Lee Van Corteza, den er in der Gruppenphase bereist geschlagen hatte. Seine Vorbereitung auf das Finale war recht entspannt. „Gut schlafen, ein gesundes Frühstück zu mir nehmen, dann ins Billardcafé fahren, mich aufwärmen und Spaß haben“, so Hohmann vor dem Endspiel.
Zu Beginn der Partie lief es auch gut für den Fuldaer, der mit 146:78 in Führung lag. In dem auf 300 Punkte angesetzten Match gab es eine Pause, sobald ein Spieler 150 Punkte erreicht hatte. „Diese 30-minütige Unterbrechung und eine kleine Serie meines Gegners führte dazu, dass ich erstmal eine Stunde rumsitzen musste“, berichtet Hohmann. „Danach war ich ein wenig kalt und fand nicht mehr ins Spiel. Lee Van Corteza hingegen hat wirklich geil gespielt.“
Der Philippiner siegte letztlich mit 300:183 und war damit der erste Asiate, der dieses seit 1912 ausgetragene Turnier für sich entscheiden konnte.

Thorsten Hohmann verpasstes es dagegen, seinen Status als einer der weltbesten 14.1-Spieler aller Zeiten weiter zu untermauern. Dieses Turnier, das in den vergangenen Jahren nur als inoffizielle Weltmeisterschaft gespielt wurde, ist dennoch das Aufeinandertreffen der besten Poolbillardspieler dieser Disziplin. Hohmann stand in der ewigen Bestenliste des Turniers vor dem Finale auf einem gemeinsamen vierten Rang mit vier Siegen, die der Fuldaer in nur elf Jahren erreichte. Bei einem erneuten Erfolg wäre er auf einen gemeinsamen dritten Rang nach vorne gerückt. Dazu kam es aufgrund der Finalniederlage jedoch nicht.

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