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Kampfsport

Sergej Braun zieht den Kürzeren Von , 29.04.2016

K1: Niederlage beim Tatneft-Cup in Russland

Sergej Braun, K1, 2015 © Joachim HerbertDer erste Auftritt von Sergej Braun beim diesjährigen Tatneft-Cup in Kasan (Russland) war auch gleichzeitig sein letzter. Der Fuldaer Kampfsportler unterlag vor 5.000 Zuschauern im Achtelfinale gegen den Russen Ali Ozhev durch Niederschlag nach drei Runden.

Mehr als sechs Monate war es her, als Sergej Braun zuletzt bei einem K1-Kampf antrat, und nun hieß es wieder „Ring frei“ für den 26-Jährigen. Das dritte von insgesamt vier Qualifikationsturnieren für das Viertelfinale des Tatneft-Cups startete mit zwölf Kämpfern und Sergej Braun traf in der Gewichtsklasse bis 80 kg auf Alim Ozhev (Russland). Bereist im vergangenen Jahr nahm Braun am Tatneft-Cup teil, gewann damals im Achtelfinale und schied im Viertelfinale erst in der Zusatzrunde aus.

Die Regeln des diesjährigen Tatneft-Cups besagen, dass ein Athlet den auf dreimal drei Minuten angesetzten Kampf nur durch K.o. oder durch einen Niederschlag gewinnen kann. Es gibt also keine Punktwertung innerhalb der ersten drei Runden. Sollte es zu keiner Entscheidung gekommen sein, wird eine vierte Runde angesetzt, in der dann eine Punktwertung stattfindet.

Und genau diese Regel wurde Sergej Braun zum Verhängnis, denn in einem über weite Strecken ausgeglichenen Kampf hatte der Russe das bessere Ende für sich.
Beide Kämpfer gingen von Beginn an nach vorne, waren schnell auf den Beinen und lieferten sich eine ausgeglichene erste Runde.

In Runde zwei kam es dann zur entscheidenden Szene. Zunächst traf Braun seinen Gegner, der ging kurz zu Boden, sprang aber gleich wieder auf und die Aktion wurde nicht als Niederschlag gewertet. Wenige Sekunden später traf dann Ozhev den Fuldaer mit einem gedrehten Faustrückenschlag und schickte Braun zu Boden. Der 26-Jährige wurde angezählt, konnte den Kampf aber fortsetzen.

Nach dem Niederschlag musste Braun aktiver werden und seinen Gegner ebenfalls auf die Bretter schicken, um eine Zusatzrunde zu erzwingen. Der Fuldaer war in Runde drei zwar der aktivere Kämpfer, ein Niederschlag gelangt ihm jedoch nicht und Ozhev ging als Sieger aus dem Ring.

„Die Niederlage ist natürlich unangenehm, aber so ist Kampfsport“, sagte Sergej Braun nach dem Fight. „Man kann eben nicht immer gewinnen. Es war eine gute Erfahrung für mich und ich habe wieder dazu gelernt. Trotz gleicher Körpergröße hatte mein Gegner etwas mehr Reichweite und ich stand bei dem Niederschlag einfach nicht weit genug von ihm entfernt.“

Veranstaltet wurde das Event in der Tatneft-Arena in Kasan. Die achtgrößte Stadt Russlands hat etwa 1,1 Millionen Einwohner und liegt an der Wolga, 800 km östlich von Moskau. Für den Wettbewerb – Namensgeber ist der russische Mineralölkonzern Tatneft – wurde die Halle in eine Arena mit dem Boxring in der Mitte umgewandelt. Neben Sergej Braun, der zusammen mit seinem Trainingspartner und Betreuer Kasim Ayik nach Russland reiste, standen Athleten aus Belgien, den Niederlanden, Estland, Russland, Weißrussland und China im Ring.

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