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Poolbillard

Thorsten Hohmann beim China Pool auf Platz 17 Von , 03.02.2015

Poolbillard * News: „The Hitman“ beeindruckt von der Veranstaltung

An das große Preisgeld ist Thorsten Hohmann bei der „China Pool World Championship“ nicht heran gekommen. Für den Sieger gab es 100.000 Dollar Preisgeld zu gewinnen, der Fuldaer Poolbillardprofi musste sich mit Platz 17 und 1.666 Dollar zufrieden geben.

Nach einer mehrtägigen Qualifikation gingen die besten 64 Spieler ins Rennen um das für Poolbillardverhältnisse große Geld. Die Veranstaltung in Shangrao (China) war eine Mischung aus den Billardvarianten Pool und Snooker und lockte somit auch jede Menge renommierte Snookerspieler an. Namhaftester war der amtierende Weltmeister Mark Selby (England), dessen Antrittsprämie allein 50.000 Dollar betragen haben soll.

Thorsten Hohmann musste als gesetzter Spieler nicht in die Qualifikation, sondern startete gleich unter den besten 64 Akteuren. Die ersten beiden Partien in der Gruppenphase entschied der Fuldaer für sich. Dem deutlichen 9:3 gegen Nick Ekonomopoulos (Griechenland) folgte ein knappes 9:8 gegen Karl Boyes (Großbritannien). Nach diesen beiden Erfolgen hatte sich der 35-Jährige für die Runde der letzten 32 qualifiziert. Hier hatte es Hohmann mit Wang Can (China) zu tun und zog mit 5:11 den Kürzeren.

Auch wenn es sportlich besser hätte laufen können war die Veranstaltung eine interessante Sache für Hohmann. „Die Organisation war hervorragend“, berichtet der Fuldaer. „Ich wurde von drei Leuten vom Flughafen abgeholt und in einem super Hotel untergebracht. Per Zug ging es dann in der ersten Klasse zum Event.“
Die zwei Stunden dauernde Eröffnungsfeier vergleicht Hohmann mit einer Fernsehshow. „Es gab Gesang, Tanz, Comedy, Moderation, wir Spieler sind in die Halle eingelaufen und das wurde auf einer großen Leinwand übertragen.“

Großer Bahnhof also für Hohmann und Kollegen. Und nicht nur vom Ambiente war der Fuldaer angetan. „Die Billardtische waren alle in einer Top-Qualität und ließen sich alle gleich spielen. Das ist beim Poolbillard nicht immer der Fall. Außerdem waren die Tische beheizt. Das ist im Snooker und Karambol normal, im Pool habe ich jedoch noch nie auf einem beheizten Tisch gespielt“, verrät Hohmann.

Auch das Spiel China Pool war für Hohmann eine neue Erfahrung. Mit den neuen Regeln und anderen Gegebenheiten (Billardtisch, -taschen) mussten sich die ausländischen Spieler erst vertraut machen. „Das Spiel ist sehr anspruchsvoll“, sagt Hohmann. „Es ist viel Präzision gefragt und diese Tatsache bevorzugt die Snookerspieler“. Die besten Snookerspieler erhielten wohl Antrittsprämien zwischen 10.000 und 50.000 Dollar.

Da China Pool in China von etwa 60 Millionen Menschen gespielt wird, sollen in Zukunft mehr Turniere dieser Art folgen. Sechs Veranstaltungen im Jahr sind geplant. Es gibt also noch genug Möglichkeiten für Thorsten Hohmann, sein Spiel in dieser Variante des Billardsports zu verbessern und dann das ganz große Preisgeld mit nach Hause zu nehmen.

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