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Kampfsport

Kung Fu ist Lebensinhalt Von , 03.03.2011

Kampfsport * Story: Shaolin-Mönche zu Gast bei Sifu Thomas Krack

Shaolin-Mönche Kung Fu Sifu Thomas Krack FuldaDie Atmosphäre in der Fuldaer Kampfsportschule von Sifu Thomas Krack war noch asiatischer als ohnehin schon. Drei Shaolin-Mönche waren in Kracks Räumlichkeiten zu Gast und unterrichteten eine Stunde lang etwa 40 Erwachsene und Jugendliche in der asiatischen Kampfkunst Kung Fu.

Die Kunst des Kung Fu und Muay Thai (Thaiboxen) vermittelt der Fuldaer Kampfsportlehrer und diesmal bot er seinen Schülern ein ganz besonderes Highlight. Die Shaolin-Mönche waren in Fulda und vor ihrem Auftritt am gleichen Abend in der Esperantohalle kamen drei der jungen Chinesen in die Maberzeller Straße, um dort ein einstündiges Training mit Kracks Schülern zu absolvieren.

Als Begrüßungsgeschenk gab es von Thomas Krack für jeden der Mönche und die Übersetzerin einen Fulda-Regenschirm mit den schönsten Motiven der Stadt. Danach zeigten die jungen Chinesen einige ihrer Techniken, die den Bewegungsmustern verschiedener Tiere nachempfunden sind. Diese Tierstile unterscheiden sich sehr von Wing Chun, dem Kung-Fu-Stil, den Krack unterrichtet. Und auch das Aufwärmprogramm war ein anderes, denn Körperbeherrschung und Dehnbarkeit waren gefragt. Bereist hier stießen einige Teilnehmer an ihre Grenzen. Aus dem Stand mit den Fingerspitzen bei durchgedrückten Beinen den Boden berühren – für die Asiaten kein Problem. Für einige Trainingteilnehmer schon.

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Aber es galt nicht, den Mönchen in jeglicher Hinsicht nachzueifern, sondern es ging darum, einmal eine neue und andere Form des Trainings kennen zu lernen. Komplexe Bewegungsabläufe wurden von einem Mönch Schritt für Schritt vorgeführt, die zwei anderen liefen durch die Reihen der Schüler und korrigierten die jeweilige Körperhaltung. Die war nicht immer korrekt und es erforderte schon einige Konzentration und viel Schweiß, um den Ansprüchen der Mönche gerecht zu werden.

Aus Fulda und Umgebung waren die Kampfsportinteressierten angereist, um an diesem außergewöhnlichen Event teilzunehmen. Auch für Thomas Krack war diese Trainingseinheit etwas Besonderes. „Das war sehr exotisch, interessant und informativ. Die Körperbeherrschung der Mönche ist schon außergewöhnlich“, sagte der Sifu nach der Veranstaltung.

Shaolin-Mönche Kung Fu FuldaInsgesamt 16 Kampfmönche, zwei Altmeister und zwei Schüler bilden die Truppe, die zwei Stunden nach Trainingsende in der Esperantohalle auftrat. Ganze sieben Jahre alt ist der jüngste, 80 Jahre der älteste Mönch. Und alle leben im Shaolin-Kloster, das laut Veranstalter Karsten Killing wie ein Internat zu sehen ist. „Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf Kung Fu, aber die Schule kommt natürlich auch nicht zu kurz“, so Killing.

Shaolin-Mönche Kung Fu FuldaNach der Show in Fulda ging es zum Übernachten ins Hotel nach Melsungen und am nächsten Morgen weiter nach Halle/Saale. Auch zwei eigene Köche haben die Mönche mitgebracht, denn das Essen in den deutschen Hotels zählt nicht zu den bevorzugten Speisen der Asiaten. Und so wird selbst gekocht und den Mahlzeiten mit den aus der Heimat importierten Gewürzen der richtige Pfiff verliehen.

Shaolin-Mönche Kung Fu Fulda RuheSeit Januar tour die Truppe bereits durch Deutschland und absolviert dabei ein straffes Programm. Über neunzig Termine stehen insgesamt an. Auf die Reise werden übrigens nur die besten Shaolin-Mönche geschickt. Sie müssen charakterlich gut zusammen passen, teamfähig sein und das Kloster und die Veranstaltung gut repräsentieren. Und das noch bis Mitte April, danach geht es zurück nach China.

Weitere Infos: www.kampfsport-fulda.de

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