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Poolbillard

Große Emotionen beim Shoot-Out Von Joachim Herbert, 09.02.2010

Poolbillard * World Team Championship: Thorsten Hohmann zufrieden

World Team Championship Poolbillard 2010 LogoDen Titel des Poolbillard-Mannschaftsweltmeisters sicherte sich in Hannover das Team aus Großbritannien mit einem 4:1-Erfolg im Finale gegen die Philippinen. Die zwei deutschen Teams mit dem Fuldaer Profi Thorsten Hohmann und dem in Fulda lebenden Dominic Jentsch schieden bereits vorzeitig aus.

Dominic Jentsch PoolbillardDeutschland I mit Hohmann scheiterte im Achtelfinale am späteren Weltmeister und wurde letztlich Neunter. Jentsch (Foto rechts) kam dagegen mit Deutschland II ins Viertelfinale, hier war jedoch für den 18-Jährigen und seine Mannschaftskameraden beim 1:4 gegen Russland Endstation. Jentsch unterlag im Doppel zusammen mit Oliver Ortmann 5:6 und im Einzel gab es eine 2:7-Niederlage für dem amtierenden deutschen Meister, der zuvor alle seine Einzelspiele in diesem Turnier gewonnen hatte.
„Das war ein tolles Turnier für mich“, sagte Jentsch nach Abschluss der Veranstaltung. „Ich habe noch nie vor einer solchen Kulisse und vor so begeisterten Zuschauern gespielt wie hier in Hannover.“

Auch Thorsten Hohmann (Foto unten), der in seiner Karriere schon bei vielen großen Turnieren gespielt hat, war angetan von der Team-WM, die zum ersten Mal ausgetragen wurde: „Wir hatten in Serbien und Griechenland zwei starke Vorrunden-Gegner und leider mit Großbritannien das schwierigste Los für die Endrunde. Das Ergebnis hätte auch genauso gut andersherum ausgehen können, allerdings überzeugten die Briten an diesem Abend spielerisch und wir waren leider nicht so gut drauf. Insgesamt habe ich sehr gut gespielt, aber eine Fehlentscheidung getroffen, wodurch unser letztes Doppel verloren ging.“

Thorsten Hohmann PoolbillardEine Poolbillardveranstaltung dieser Größe war eine Premiere auf deutschem Boden und die Veranstalter sind mit der Team-WM einen neuen Weg gegangen. Wie bei jeder Premiere lief auch in Hannover noch nicht alles wie am Schnürchen. „Das Event war im Großen und Ganzen ein Erfolg und wird hoffentlich in der Zukunft erneut stattfinden“, sagte Hohmann. „Es kann an vielen Ecken und Enden noch verbessert werden, vor allem im Bezug auf die Vermarktung. Aber Spieler und Zuschauer waren von dem Format und besonders dem Shoot-Out absolut begeistert. Noch nie hat man so viele Emotionen aus den Athleten herausgelockt.“
Tatsächlich zählten die Shoot-Outs, die beim Stand von 3:3 als eine Art „Elfmeterschießen“ durchgeführt wurden, zu den Höhepunkten der Veranstaltung und waren an Spannung nicht zu überbieten.

Thorsten Hohmann war bei der neun Tage währenden Team-WM ein gefragter Mann. Autogramme hier, ein Foto dort, Fachfragen von Fans, Händeschütteln mit ehemaligen und aktuellen Gegnern – der Fuldaer hatte gut zu tun. „Es war schön, so viele Menschen wieder zu sehen. Ich wusste teilweise gar nicht, wen ich zuerst begrüßen sollte“, war der zweimalige Weltmeister erfreut über viele bekannte Gesichter und interessierte Anhänger.

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