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Sport

Dromedare und Schweinchen in der Fuldaaue Von Joachim Herbert, 22.06.2009

Boule: Fuldaer Verein hat Spaß am französischen Kugelspiel

Boule Pétanque KugelnDromedare tummeln sich im Sommer ab und an im ehemaligen Landesgartenschaugelände in der Fuldaaue. Um sich die Zeit zu vertreiben und um sich einem technisch und taktisch anspruchsvollen Spiel zu widmen – dem Boule. Alle anwesenden Dromedare sind jedoch zweibeinig und Mitglieder der Boulodromedare Fulda e.V., die sich seit 20 Jahren diesem französischen Spiel widmen.

Boule heißt auf deutsch ganz einfach „Kugel“ und wird als Oberbegriff für viele Kugelspiele verwandt. Die populärste Variante ist das Pétanque, die auch von den Fuldaern gespielt wird. Und das schon seit 20 Jahren.


Gegründet wurde der Verein jedoch in Neuhof und wurde 2008 nach Fulda verlegt, da es in der Domstadt schon eine Bouleszene gibt. „50 Mitglieder zählt der Klub und alle sind Aktive“, freut sich der erste Vorsitzende Ulrich Kurfürst, der mit seinen Mitspielern auf anspruchsvollen Wegen im Umweltzentrum seinem Hobby nachgeht. „Wir spielen hier auf Schotter und auf weichem Boden. Außerdem wird Boule auch auf mit Kies belegtem Hartboden gespielt, nicht jedoch auf Wiese, Sand oder Asphalt.“

Kugel soll nah an das „Schweinchen“
„Der Verein tritt mit einem Team in der 3. Klasse der Hessenliga an und mit einem in der 4. Klasse. An vier Wettkampftagen im Jahr misst man sich mit den hessischen Gegnern, jeweils am ersten Samstag im Mai, Juni, Juli und September. Sechs Akteure und ein Ersatzspieler bilden dabei eine Ligamannschaft“, erklärt der zweite Vorsitzende Wolfgang Wortmann.
Und wie das immer ist, wenn man sich etwas intensiver mit einer Materie beschäftigt, so ist es auch beim Boule: Es wird zu einer Wissenschaft für sich. Beispiel gefällig? Gespielt wird das Pétanque, die Wettkampfversion des Boule, in verschiedenen Formationen. Tête à tête (einer gegen einen), Doublette (zwei gegen zwei) oder Triplette (drei gegen drei). Je nach Spielsituation und dem damit verbundenen taktischen Vorgehen agiert in einer Mannschaft ein Spieler als Leger (der die Kugel „legt“) und ein anderer als Schießer (der die Kugel des Gegners „wegschießt“). Ziel ist es, mit seiner eigenen Kugel möglichst nah an der kleinen Zielkugel, dem „Schweinchen“, zu sein.

Boule Pétanque Kugeln 2„Interessant ist, dass bei unserem Hobby der Älteste gegen den Jüngsten verlieren kann und dass auch Neulinge gute Chancen haben, zu gewinnen“, erklärt Ulrich Kurfürst. „Interessierte können also gleich einsteigen und mitspielen. Technisch versierte und geübte Spieler sind natürlich trotzdem im Vorteil“.
Die Boulodromedare sind ein bunter Haufen unterschiedlicher Menschen. Eine Handvoll Jugendliche und Rentner, hauptsächlich jedoch Mitglieder mittleren Alters gehören dem Verein an. Etwa ein Viertel davon sind Frauen. Ihren Namen haben die Boulodromedare übrigens von dem Wort „Boulodrome“. Das ist die Spielarena, in der ein Boulespiel durchgeführt wird.

Boulespieler und solche, die es werden wollen, sollten sich den 13. September vormerken. Dann veranstaltet der Verein das „2. Fuldaer Stadtturnier“ im Umweltzentrum in der Fuldaaue. Es ist ein Spaßturnier, in dem die Teams ausgelost werden und an dem jeder Interessierte teilnehmen kann. Training der Boulodromedare ist donnerstags um 17.30 Uhr im Umweltzentrum in der Fuldaaue.

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