Tischtennis
Pär Gerell ist optimistisch Von TOWIU, 07.05.2009Interview * Pär Gerell: Mit Ochsenhausen im Champions-League-Finale
Ein wichtiger Baustein des Ochsenhausener Erfolgsmodells ist es, vier annähernd gleichwertige, vorzügliche Spieler im Kader zu haben, von denen nur Chuang Chih Yuan gesetzt ist, während die übrigen drei je nach Tagesform und taktischer Kalkulation nominiert werden. Zum Team gehört auch Pär Gerell.
Vor knapp drei Wochen wurde der 26-jährige Schwede zum gefeierten Matchwinner der TTF im Halbfinalkrimi gegen Hennebont, als er den Weltranglistendreizehnten Kalinikos Kreanga in einem mitreißenden Spiel besiegte.
Die aktuelle Nummer 59 der Welt, in seinem Heimatland drittstärkster Akteur hinter den DTTL-Rückkehrern Jörgen Persson und Jens Lundqvist, ist in der Liga diesmal bislang lediglich mit einer 2:4-Bilanz notiert. Allerdings war Gerell wochenlang gehandikapt durch eine inzwischen auskurierte Schulterverletzung, die ihn zwei Monate ganz außer Gefecht setzte.
Immerhin schlug er in der Punktrunde einen Topspieler wie Leung Chu Yan glatt mit 3:0. In der Champions League, wo er sich unter anderem auch gegen Bogorias Wang Zeng Yi und Hennebonts Wang Xin durchsetzte, zeigte der Schwede sein wahres Potenzial und erspielte eine 5:1-Bilanz. Der sympathische Skandinavier, der sich in Ochsenhausen richtig wohl fühlt und sich besonders gut mit seinem Kollegen Tiago Apolonia versteht, ist fraglos auf einem sehr guten Weg.
Überhaupt gilt er als Spezialist gegen starke Gegner in besonders wichtigen Spielen, da er als echter Team-Player alles aus sich herausholt, wenn er der Mannschaft helfen kann. Zwar lief es bei der WM in Yokohama alles andere als optimal für Gerell, wo er sich nach lediglich fünf Einzel-Sätzen bereits in der ersten Hauptrunde aus dem Wettbewerb verabschiedete und überraschend dem koreanischen “Nobody” Seo Hyun Deok, seines Zeichens Nummer 268 der Welt, zum Sieg gratulieren musste. Doch das ist am Sonntag in Düsseldorf Schnee von gestern, da der Schwede weiß, dass er gegen den deutschen Rekordmeister exakt 100 Prozent abrufen muss, sollen die Oberschwaben eine echte Siegchance haben - natürlich sofern Trainer Anders Johansson ihn einsetzt.
Frage: Herr Gerell, sind die beiden Endspiele in der Champions League gegen Borussia Düsseldorf am Sonntag und eine Woche später in Biberach für Sie und ihr Team die “Spiele des Jahres”?
Gerell: Ja, für uns alle ist das so. Unser Ziel dieses Jahr war von Anfang an der Sieg in der Champions League und jetzt stehen wir im Finale. Also sind das die wichtigsten Spiele überhaupt.
Frage: Haben Sie ein gutes Gefühl, wie stehen die Chancen für Ochsenhausen, in Düsseldorf zu gewinnen?
Gerell: Natürlich ist es auswärts schwieriger zu gewinnen, erst recht gegen eine so gute Mannschaft wie Düsseldorf, aber wir fahren hin, um einen Sieg zu holen.
Frage: Wird das Ergebnis stark davon abhängig sein, ob Timo Boll spielt?
Gerell: Auch wenn Timo spielt, ist es machbar für uns, das Spiel zu gewinnen. Und die anderen Düsseldorfer Spieler sind auch stark. Das wichtigste ist, dass wir gut spielen und unsere Bestform abrufen, dann haben wir eine Chance.
Frage: Vor der WM waren Sie in Superform und haben in der ECL unter anderem Kalinikos Kreanga geschlagen. In Yokohama lief es dagegen nicht gerade gut. Glauben Sie, dass Sie auch am Sonntag einen der Topspieler des Gegners schlagen können?
Gerell: Jetzt bei der WM habe ich nicht so gut gespielt. Aber meine Form ist da, die geht nicht durch eine Niederlage verloren. Ich denke, dass ich auch gegen die Düsseldorfer Spieler Siegchancen habe, falls ich spiele.
Frage: Nennen Sie zwei gute Gründe, warum die TTF Ihrer Meinung nach die Champions League gewinnen werden.
Gerell: 1. Wir haben eine sehr gute Mannschaft; 2. Unser Teamgeist ist dieses Jahr besonders ausgeprägt.
Quelle: DTTL-Pressedienst
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