Tischtennis
TTC Frickenhausen/Würzburg in der Höhle des Löwen Von TOWIU, 12.03.2009Tischtennis * Champions League: Viertelfinal-Rückspiel bei Charleroi
Um seine letzte Chance, doch noch das Halbfinale der europäischen Königsklasse zu erreichen, kämpft der TTC Müller Frickenhausen/Würzburg im vorgezogenen Viertelfinalrückspiel am Freitag (20 Uhr) in Charleroi. Der Gastgeber, Rekordtitelträger in der Champions League, hat das Hinspiel in Würzburg vor zehn Tagen glücklich mit 3:1 gewonnen.
Ob die seit Wochen schwächelnden Schwaben allerdings ausgerechnet im legendären Spiroudome zu Charleroi vor vermutlich großer Kulisse zum großen Befreiungsschlag ausholen und die Belgier deutlich bezwingen können, erscheint zumindest fraglich.
Es sieht nicht gut aus bei den so furios mit 14:2 Punkten in die Bundesligasaison gestarteten Schwaben: der letzte Sieg in der Liga datiert vom 5. Dezember 2008 - damals konnte Jülich bezwungen werden. Danach unterlag man viermal in Folge in der DTTL. In der Königsklasse konnte man im neuen Jahr wenigstens einen Sieg verbuchen, nämlich im letzten Gruppenspiel gegen Budapest.
Das Projekt ECL steht und fällt mit der Verfassung des zuletzt so glücklosen Tan Rui Wu. Das in der Rückrunde noch sieglose Fliegengewicht hat das Potenzial, jeden Spieler Charlerois zu bezwingen, allerdings nur, wenn Körper und Psyche mitspielen - nach seiner eigentlich auskurierten Armverletzung haperte es zuletzt an Selbstvertrauen beim kleinen China-Kroaten. Seit dieser, trotz Behandlung beim Mannschaftsarzt des FC Bayern München und eines Akupunktur-Trips nach China, schwächelt, läuft es auch bei seinem Klub nicht mehr nach Plan. Da es sich bei Tan ganz offensichtlich um ein Kopf-Problem handelt, könnte ein einziger Sieg gegen einen Hochkaräter - Charleroi hat mit Jean-Michel Saive, Petr Korbel, Andrej Gacina und Wang Jian Jun gleich deren vier anzubieten - die Blockade lösen und den zweitbesten DTTL-Akteur der Vorrunde (9:1) wieder auf Kurs bringen.
Der Gastgeber ist nicht mehr ganz so stark wie zu Zeiten eines Vladimir Samsonov, scheint dafür aber einen Tick ausgeglichener und mannschaftlich geschlossener zu sein. Eine hohe Hürde also für den letztjährigen deutschen Vizemeister, der am 1. März das Hinspiel in Würzburg mit 1:3 verlor und dabei ein Satzverhältnis von 7:9 verbuchte, was dokumentiert, wie eng es tatsächlich zuging. Lediglich Bastian Steger hatte sich gegen Petr Korbel durchsetzen können, ansonsten setzte es nur knappe Niederlagen.
Die Trauben hängen traditionell hoch im Spiroudome, in dem sich bis zu 6.500 Menschen einfinden, wenn Publikumsidol “Jean-Mi” Saive und Kollegen auftreten, so dass Frickenhausen/Würzburg als klarer Außenseiter nach Belgien reist. Gänzlich aussichtslos ist das “Unterfangen Halbfinale” aber nicht, zudem soll man bekanntlich niemals nie sagen.
In diesem Sinne äußert sich auch TTC-Manager Christoph Reuhl: “In Charleroi sind wir krasser Außenseiter, jedoch nicht ganz chancenlos. Für die Halbfinalqualifikation muss es jedoch optimal laufen.” Charlerois Trainer Dubravko Skoric nimmt die Schwaben nicht auf die leichte Schulter: “Unser Gegner aus Deutschland hat genügend Potenzial, um es uns schwer zu machen, allerdings sind wir sehr kampfstark und sollten es vor eigener Kulisse schaffen, das Halbfinale perfekt zu machen.”
Quelle: DTTL-Pressedienst
- E-Mail an TOWIU schreiben
- Mehr Artikel von TOWIU
- Kommentare per RSS 2.0 verfolgen
- Artikel kommentieren
- Trackback setzen.





