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Fußball

Fußballer trotzen dem Schnee Von Joachim Herbert, 18.02.2009

Fußball * Story: Erschwerte Trainingsbedingungen im gesamten Landkreis

Ball im SchneeWinter wohin man auch schaut. Schnee und Matsch auf Straßen, auf Bürgersteigen – und natürlich auch auf Fußballplätzen. Die heimischen Kicker bereiten sich somit unter erschwerten Bedingungen auf den Rest der Punktrunde vor. Doch wie stark beeinflusst das Wetter das Trainingsprogramm?

Für Borussia Fuldas Trainer Seref Zangir ist das schlechte Wetter zwar nicht gerade angenehm, doch der Verein hat Ausweichmöglichkeiten. „Unser Kunstrasen ist bespielbar und wenn wir um 18 Uhr trainieren, ist der Platz vom Schnee befreit“, gibt Zangir Auskunft. „Allerdings beginnt er um diese Uhrzeit auch anzufrieren, wir müssen also vorsichtig trainieren. Trotzdem sind wird froh, dass wir einen Kunstrasenplatz zur Verfügung haben.“
Wenn aufgrund des schlechten Wetters jedoch gar kein Training im Freien stattfinden kann, weichen die Borussen in die Halle aus. Dort werden dann Krafteinheiten durchgeführt.

Ähnlich handhabt es auch Großenlüders Trainer Thomas Reith: „Wie jedes Jahr ist auch diesmal wieder Organisationstalent gefragt. Ich war noch nicht auf dem Rasenplatz, das heißt wir trainieren eingeschränkt. Wir haben zwar einen kleinen Kunstrasenplatz, aber das sind keine optimalen Bedingungen. Also steht viel Lauftraining durch die Ortschaft auf dem Programm.“
Und wenn Reiths Spieler mal nicht mit ihrem Coach laufen müssen, geht’s ins Fitnessstudio oder zum Socca Five. Besserung ist nicht in Sicht. „Wenn der Schnee taut, steht der Platz unter Wasser“, weiß Reith. „Ich würde lieber ordentlich trainieren, als jeden Abend zu laufen. Denn so leidet auch die Motivation“ so der Trainer des Gruppenligisten.

Schlimmer als in Großenlüder sieht der Platz der SG Ehrenberg in der Rhön aus. Trainiert wird derzeit in Thaiden, ein echtes Fußballtraining ist im Moment aber fast unmöglich. „Wir haben einen halben Meter Schnee“, sagt Ehrenbergs Trainer Martin Schäfer, der sich mit seinem Team seit Ende Januar auf die Restrunde vorbereitet. „Der Platz ist zumindest zur Hälfte vom Schnee befreit worden. Unter dem Schnee ist der Rasen jedoch weich und da kann es ein, dass der Traktor, der den Platz räumt, nicht den kompletten Platz vom Schnee befreien kann.“
Trainiert wird in Thaiden auch auf dem weichen Platz, zum größten Teil läuft Schäfer jedoch mit der Mannschaft. „Zu Beginn arbeiten wir sowieso viel im Ausdauerbereich. Außerdem haben wir nur einen Neuzugang, die Mannschaft muss sich also nicht großartig einspielen. Deshalb ist es mit dem vielen Schnee nicht so schlimm“, sagt Schäfer.
Außerdem hat er noch bis zum 8. März Zeit, die SG Ehrenberg vorzubereiten. Für diesen Termin sind die ersten Punktspiele angesetzt. Und bis dahin können die Rhöner Fußballer noch das ein oder andere Mal in den Hallen in Hilders oder Wüstensachsen trainieren.

Doch nicht nur in der Rhön, sondern auch in und um Fulda waren die Fußballplätze in den letzten Tagen schneebedeckt. So auch beim Kreisoberligisten TSV Bachrain. „Unser Platz ist schneeweiß“, sagte Spielertrainer Oliver Starke zu Beginn dieser Woche. „Auch der Kunstrasenplatz „Am Noppen“ ist gesperrt, da muss man sich etwas einfallen lassen, keine Frage. Aber wir machen das Beste daraus und gehen oft in die Socca-Five-Halle.“
Gerade angesichts der hohen Trainingsintensität ist beim TSV Abwechslung gefragt. Fünfmal pro Woche bittet Oliver Starke seine Mannen in der Vorbereitung zum Training, dreimal während der Saison. Spielzüge und Torschusstraining sind beim aktuellen Wetter nicht möglich, dafür wird mehr für die Kondition getan.
„Wir waren am Montagabend 15 Leute im Training, haben einen Lauf gemacht und hatten viel Spaß dabei“, so Starke. Und außerdem sind die Bachrainer begeisterte Karnevalisten. Fünf Spieler sind in der Bachrainer Männertanzgarde engagiert und so ist beim Rest der Mannschaft ebenfalls für Unterhaltung gesorgt.

Joachim Motz, Trainer des A-Ligisten SG Kleinlüder/Hainzell hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. „Wir sind derzeit mehr im Dorf unterwegs als auf dem Fußballplatz. Von unseren 16 Trainingseinheiten haben wir erst vier auf dem Feld absolviert. Zweimal waren wir in der Socca-Five-Halle und ein Testspiel konnten wir auch durchführen.“
Mit dem Ball hat die Mannschaft bisher also wenig gemacht. Der Schwerpunkt lag notgedrungen auf Ausdauer- und Kraftausdauertraining. „Das ist eher ein Leichtathletiktraining“, bedauert Joachim Motz die aktuelle Situation, die für sein Team nicht gerade optimal ist. „Wir haben eine richtig junge Mannschaft, die müssten unbedingt mit dem Ball arbeiten. Aber den anderen Mannschaften geht es ja genau so.“
Vor wenigen Tagen war der Platz noch komplett mit Schnee bedeckt, nachdem das Tauen einsetzte waren vereinzelt Eisflächen zu sehen. Nicht wirklich gute Bedingungen, um zu trainieren.

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