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Rock'n'Roll

Die Hitze der Achtziger Von Joachim Herbert, 02.02.2009

CD-Review: H.e.a.t – H.e.a.t

Heat CD-CoverSeit Januar 2007 gibt es die Rockband H.e.a.t und seit zwei Jahren lassen sie die achtziger Jahre wieder aufleben. Nun ist ihr Debütalbum „H.e.a.t“ (Stormvox) auf dem Markt und damit ein weiteres Indiz, dass das Jahrzehnt der langhaarigen Metalbands einfach nicht tot zu kriegen ist. Denn eines wird bei H.e.a.t ganz schnell deutlich: Diese Jungs sind die Wiederauferstehung von Poison, Warrant, Cinderella, Nelson, Europe und sonstiger Rockbands, die vor mehr als zwanzig Jahren die Charts bevölkerten und auf ihren Tourneen Stadien füllten.

Nicht nur musikalisch passen die jungen Rocker perfekt in die Achtziger, auch optisch haben sie sich ihren Vorbildern aus der Hochzeit des Rock und Metal angepasst. Seien es das CD-Booklet, die Konzert-T-Shirts oder die Klamotten der sechs Schweden: Alles scheint in Stil und Farbe direkt aus den Achtzigern in unsere Zeit gebeamt.

Musikalisch liefern H.e.a.t Rocksongs erster Klasse ab. Zwölf Tracks plus Intro befinden sich auf dem Album und mindestens die Hälfte davon hat locker das Zeug zu einem Hit. „There For You“, „Never Let Go“, „Keep On Dreaming“ und „Bring The Stars“ sind melodiöse, eingängige Rocksongs im Stil der achtziger Jahre und gehen kaum noch aus dem Ohr. Die Balladen „Follow Me“ und „Cry“ bestechen ebenfalls durch eine eingängige Melodie und zeigen, dass die Band nicht nur rocken, sondern auch softe Töne gekonnt anschlagen kann.
Selbst nachdem man das Album zigmal rauf und runter gehört hat, bleiben die Lieder das, was sie bereist beim ersten Hören waren – tolle Rocksongs. Die Schweden spielen Melodic Rock vom Feinsten und für Anhänger dieses Genres ist „H.e.a.t“ ein absolutes Muß!

Ihre erste Tour fĂĽhrte die sechs Musiker Anfang dieses Jahres mit den deutschen Metalhelden Edguy durch Belgien, GroĂźbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, die Schweiz und Schweden.
Besonders nach den Konzerten, als die Band am Merchandisingstand selbst ihre T-Shirts und CDs verkaufte, waren die Jungs gefragt. Autogramme hier, ein Foto dort – H.e.a.t werden ihren Weg machen.

Dabei hat die Band noch keinen europaweiten Plattenvertrag. In Schweden sind sie beim Label des schwedischen Schauspielers Peter Stormare unter Vertrag und auch in einigen baltischen Staaten haben sie eine Plattenfirma. Und - dank Edguys Hilfe – in Japan. Dort hat ihre CD am ersten Tag gleich 3.000 Exemplare verkauft. Nicht schlecht für einen Newcomer.

In wenigen Tagen steht der nächste spektakuläre Auftritt an. H.e.a.t nehmen in Schweden am nationalen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teil. Vielleicht gelingt ihnen ja Ähnliches, wie den finnischen Heavy-Metal-Kollegen von Lordi in 2006. Die Schock-Rocker mit den Horrormasken gewannen damals nämlich den Wettbewerb und ihr „Hard Rock Halleluja“ schoss europaweit in die Charts.

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