Fußball
Abenteuer Hessenliga beginnt Von Joachim Herbert, 13.07.2008Fußball * Hessenliga: Teambildung steht beim Hünfelder SV im Vordergrund
Neue Zeiten kommen in der Hessenliga auf den Hünfelder SV zu. Nachdem man in der Landesliga die meisten Spiele dominierte und als Tabellenzweiter aufgestiegen ist, wird sich die Mannschaft nun auf stärkere Gegner und schnelleren Fußball einstellen müssen.
Das weiß auch Spielertrainer Oliver Bunzenthal. „In der Hessenliga wird alles viel schneller. Das wird für uns ein Riesenerlebnis und ein Abenteuer werden.“ Da ist es für den Trainer wichtig, dass die gute Kameradschaft in der Mannschaft erhalten bleibt. „Wir wollen über das Team zum Erfolg kommen, nicht über einzelnen Spieler“, sagt Bunzenthal. „Ich bin jetzt im dritten Jahr Trainer in Hünfeld, da muss ich auch einmal etwas anders machen. Deshalb waren wir zum Beispiel zur Teambildung im Hochseilgarten.“
Dort konnten die Spieler bereits jetzt proben, was in der kommenden Saison eine wichtige Eigenschaft werden wird: Jeder Spieler muss sich auf den anderen verlassen können. Dass dies jetzt schon so ist, hat Oliver Bunzenthal bei den Intervallläufen festgestellt. „Die Jungs ziehen sich gegenseitig mit, da ist einer für den anderen da.“
Trotzdem wird es in der neuen Umgebung Hessenliga nicht einfach werden. Zwar ist die Mannschaft zusammen geblieben und hat sich mit Marc Friedel im Mittelfeld und Fabian Kallee im Sturm gut verstärkt, doch muss man im Vergleich zur Landesliga noch eine Schippe drauf legen.
Das wird wohl auch von Stammkeeper Christian Ruck erwartet, denn in Mario Gerstung haben die Hünfelder einen weiteren Torwart verpflichtet, der mit Ruck um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen will. Hinzu kommen die beiden Jugendspieler Niklas Rehm und Tim Santowsky.
Oliver Bunzenthal geht jedenfalls optimistisch in die neue Runde. „Ich denke, dass wir uns nicht verstecken müssen. Wir haben bis auf unsere drei Neuzugänge eine eingespielte Mannschaft und wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wie 70 bis 80 Prozent der Vereine in der Liga werden auch wird darum kämpfen müssen, so bald als möglich 40 Punkte zu erreichen.“
Das erste Saisonspiel am 30. Juli (Mittwoch) auf eigenem Platz gegen Titelfavorit Alzenau wird dabei gleich zum Gradmesser für den HSV. Denn wenn man hier besteht, ist das ein gutes Zeichen. Viel stärker werden die Gegner wohl kaum noch werden.
Zugänge: Marc Friedel (Lehnerz), Fabian Kallee (Niederaula), Mario Gerstung (Ausbach), Niklas Rehm, Tim Santowsky (beide eigene Jugend).
Abgänge: keine.
Spielertrainer: Oliver Bunzenthal (wie bisher).
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