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Entertainment

Tierisch gute Musiker und ein Haufen Spaß Von Joachim Herbert, 07.06.2008

Avantasia starten zur The Scarecrow World Tour 2008

Avantasia The Scarecrow CoverEine äußerst geräumige Halle im Ruhrgebiet, jede Menge Equipment, große Erwartungen – und natürlich die Band. So sehen die Zutaten zur Probesession von Avantasia vor dem Start der The Scarecrow World Tour 2008 aus. Und wenn Tobias Sammet zusammen mit seinem Metal-All-Star-Team losrockt, beben die schwarz verhangenen Wände. Drei Tage lang probte die Band, bevor es zum ersten Konzert in die Schweiz ging.

Und alle freuten sich auf die Tour, die Avantasia einmal um die Welt führen wird. Los ging es in Huttwil in der Schweiz, von dort weiter nach Sölvesborg in Schweden, dann nach Moskau, Tokio, Mexico City, Buenos Aires, Santiago de Chile und Sao Paulo.
Danach heißt es knapp zwei Wochen entspannen, bevor in Europa die Festivals anstehen. Castlefest (Serbien), Masters of Rock (Tschechische Republik), Metalway Festival (Spanien), Rockin Field Festival (Italien), Wacken Open Air (Deutschland) und das Sziget Festival (Ungarn).
„Ich denke, wir werden einen Haufen Spaß haben“, sagt Tobias Sammet, dem der Fun schon während der Proben anzumerken ist. „In der Konstellation mit diesen tierisch guten Musikern wird das eine tolle Sache. Dem Projekt wird extrem viel Respekt entgegen gebracht und es ist ein großer Anreiz, dem zu entsprechen.“
Und diese tierisch guten Musiker waren schon bei den Proben voll bei der Sache. Neben Tobias Sammet singen Bob Catley (Magnum), Jorn Lande (Jorn, ex-Masterplan) und Andre Matos, außerdem Amanda Somerville und Cloudy Yang. Die Gitarristen sind Sascha Paeth und Oliver Hartmann, den Bass spielt Robert Hunecke, die Drums Felix Bohnke (Edguy) und Keyboarder ist Miro Rodenberg.
Bob Catley verließ die Band nach den ersten zwei Shows wieder und wird erst die Festivals im Juli wieder mit bestreiten. „Ich werde mit Magnum ins Studio gehen, denn wir arbeiten an einem neuen Album“, so Bob, der sich schon auf den Auftritt in Wacken freut. „Da kannst du wetten, dass ich dann wieder mit von der Partie bin.“

Schaut Euch die Avantasia-Fotos von den Proben in Deutschland an!

In 17 Tagen um die Welt
Avantasia ist nicht nur musikalisch ein außergewöhnliches Projekt. Auch eine Tour um die Welt mit acht Shows in acht verschiedenen Ländern innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen kommt nicht alle Tage vor. Tourmanager AC hat mit seinem Team von All Access vier Monate geplant und organisiert. Inklusive Fahrern, Technikern und Musikern sind 26 Leute unterwegs. „Die Organisation war etwas aufwendiger, alleine schon wegen der vielen verschiedenen Sänger“, berichtet AC. „Es war eine Herausforderung, die Flüge für alle Personen um die Welt zu organisieren. Auch die Planung des Bühnensets in Verbindung mit dem Transport zu den einzelnen Shows erforderte einiges an Organisation. Und pünktlich am Veranstaltungsort sein muss das Equipment schließlich auch.“
Zunächst waren die Shows in Mexiko und Südamerika geplant, dann haben sich auch noch Veranstalter aus Tokio und Moskau gemeldet – und nun fliegen Avantasia eben einmal um die Welt und lassen es dabei ordentlich krachen.
Alle Konzerte außerhalb Europas sind Einzelshows, in denen die Band in Hallen zwischen 1800 und 7000 Zuschauern spielt. „Besonders die Halle in Sao Paulo ist ein Traum“, weiß Tourmanager AC. „Dort gibt es in den Garderoben der Band sogar einen Whirlpool.“
Angenehme Aussichten also für alle Beteiligten. Und worauf freut sich der Tourmanager am meisten? „Tokio, weil in Japan immer alles gut organisiert ist. Und weil ich gerne japanisch esse“, sagt AC. „Außerdem noch auf Brasilien, denn dort werden wir am Tag vor dem Konzert wieder alle Beteiligten in eine Churrascaria einladen und dort viel brasilianischen Fleisch und natürlich jede Menge Caipirinhas serviert bekommen.“

Bombastische Shows
Kein Wunder, dass sich nicht nur der Tourmanager auf den Trip freut. Jorn Lande erwartet volle Hallen und ein verrücktes Publikum. „In Südamerika und Spanien sind die Fans am ausgeflipptesten. Die Shows sind bombastisch und der Empfang wird außergewöhnlich sein. Die ganze Tour wird eine große Party und es wird garantiert toll, mit vielen netten Leuten wie eine große Familie zu reisen. Außerdem macht es immer Spaß, in einer professionellen Produktion zu arbeiten.“
Ein solcher Trip bedeutet jedoch nicht nur viel Spaß, sondern auch viel Arbeit. Produktionsmanager Frank Dehn weiß ein Lied davon zu singen. „Vom ganzen Aufwand her spielt diese Tour in der Bundesliga. Wir haben ein eigenes Stageset, Zusatzlicht, ein eigenes Monitorpult und ein eigenes Lichtpult. Die Produktion ist so groß, dass wir für die Shows noch ein paar „Forderungen“ stellen können, wenn wir zusätzliche Dinge benötigen.“
Nach der Rückkehr aus Südamerika stehen dann die Festivals in Europa auf dem Programm und Avantasia wird überall als Headliner oder Co-Headliner auftreten.

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