Fußball
Neuer Kapitän an Bord der Buchonen Von Joachim Herbert, 14.05.2008Fußball * Oberliga: Jürgen Krawczyk trainiert Flieden bis zum Saisonende
Nach dem Rücktritt von Jörg Meinhard als Trainer in Flieden hat der Verein schnell gehandelt und einen Nachfolger präsentiert, der das Team in den letzten drei Begegnungen coacht. Jürgen Krawczyk übernimmt ab sofort das Zepter und will mit Flieden den Klassenerhalt realisieren. In der nächsten Saison leitet Jürgen Kreß das Training bei den Buchonen.
Dass Jürgen Krawczyk noch einmal auf dem Trainerstuhl Platz nimmt, hatte der ehemalige Zweitligaspieler immer ausgeschlossen. Jetzt ist es aber doch soweit. „An meiner Einstellung hat sich nichts geändert“, sagt Krawczyk. „Aber mein Engagement in Flieden ist absehbar. Es dauert drei Spiele und danach werde ich nichts mehr machen. Die Mannschaft steht derzeit ohne Trainer da und ich wollte einfach helfen. Ich habe mein Leben lang durch den Fußball sehr viele Vorteile gehabt und jetzt ist es an der Zeit, etwas zurück zu geben.“
Der Schwere seiner Aufgabe ist sich Krawczyk bewusst: „Die kommenden Spiele sind die wichtigsten der Saison“, so der Interimscoach. Kann er denn in dieser kurzen Zeit überhaupt noch Einfluss nehmen? „Das kann ich schon. Wenn ich nicht fest daran glauben würde, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen kann, hätte ich diese Aufgabe nicht übernommen. Ich habe natürlich auch eine andere Ausgangslage als ein Trainer, der nach dieser Saison weiterhin als Coach arbeiten will. Er überlegt sich so ein kurzfristiges Engagement sicherlich noch besser, bevor er sich darauf einlässt. Ich werde danach aber kein Traineramt mehr ausüben.“
Am Samstag (15 Uhr) erwarten die Fliedener nun Eintracht Wetzlar, gegen die man im Hinspiel 1:3 unterlag. Für Krawczyk kein Grund, schwarz zu sehen: „Fulda hat vergangene Woche Wetzlar mit 4:0 vom Platz gefegt, Flieden hat Borussia Anfang März 1:0 geschlagen. Warum sollen wir also nicht gegen Wetzlar gewinnen?“ fragt Krawczyk. „Wichtig ist, dass die Spieler an sich glauben. Die Mannschaft war zuletzt sehr verkrampft und es geht mehr um die Psyche des Teams. Körperlich sind die Spieler fit.“
Einen Vorteil sieht Krawczyk auch darin, dass er die Fliedener schon seit Saisonbeginn beobachtet, da sein Sohn bei den Buchonen im Angriff spielt. Die Vorbereitung auf die Punktrunde und alle Testspiele hat er ebenso verfolgt wie alle Heimspiele. „Es sollte ein positives Zeichen für die Mannschaft sein, wenn ich als erfahrener Trainer fest daran glaube, dass der Klassenerhalt zu realisieren ist“, sagt Krawczyk, der sich bis zum Saisonende mehr im Hintergrund halten möchte. „Die Pressekonferenzen soll unser Co-Trainer Gerhard Wiegand übernehmen. Für mich geht es nur darum, der Mannschaft zu helfen.“
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