Fußball
„Wir geben alles für Platz zwei“ Von Joachim Herbert, 18.02.2008Interview * Daniel Freidhof = Torwart im Fokus * Folge 8
Daniel Freidhof spielt für den TSV Lehnerz in der Landesliga Nord und rangiert mit seinem Verein derzeit auf Platz sieben. In den noch ausstehenden 16 Partien will er mit dem TSV noch auf Rang zwei oder drei nach vorne rücken. Und natürlich hat auch Daniel wieder gute Tipps für junge Torhüter parat.
TOWIU: Warum sind Sie Torwart geworden?
Daniel Freidhof: Weil ich als Fußballspieler nicht zu gebrauchen war. In der D-Jugend stand ich die meiste Zeit draußen und war auch ziemlich lauffaul.
TOWIU: Was macht einen guten Torwart aus?
Daniel Freidhof: Universell stark zu sein. Ein guter Torwart sollte nicht nur auf der Linie, nur im Rauslaufen oder nur spielerisch etwas drauf haben, sondern eben überall stark sein.
TOWIU: Welches sind Ihre Stärken als Torwart?
Daniel Freidhof: Meine Stärken habe ich auf der Linie und in der Strafraumbeherrschung.
TOWIU: Welche Tipps haben Sie für einen ambitionierten Nachwuchstorhüter?
Daniel Freidhof: Erfolg hat man nur über das Training. Je früher ein junger Spieler gefördert wird, desto besser. Man muss sich aber auch selbst um alles kümmern. Ich hatte beispielsweise in der Jugend zweimal pro Woche Training und habe noch zwei weitere Male mit der ersten Mannschaft trainiert. So kam ich auch auf meine drei bis vier Einheiten pro Woche.
TOWIU: Wie sollte ein gutes Torwarttraining aussehen?
Daniel Freidhof: Es sollte wettkampfspezifisch sein und den Torleuten typische Spielsituationen nahe bringen. Wenn du dann als Torwart alle haltbaren Bälle hälst, sprechen die Leute schon gut von dir. Kommen dann noch ein paar unhaltbare dazu – umso besser.
TOWIU: Wer war Ihr bester Torwart-Trainer und warum?
Daniel Freidhof: Meine wichtigsten Torwarttrainer waren die, die aus dem Feldspieler Daniel Freidhof einen Torwart gemacht haben. In Soisdorf waren das Andreas Köller, Hans-Peter Michel und Bernhard Krönung. In Hünfeld Rainer Enders, in Asbach Martin Stein und in Lehnerz Klaus Leutke. Mein Dank geht an alle, die mir mit ihrem ehrenamtlichen Engagement weiter geholfen haben.
Ein interessantes Training hatten wir in Asbach auch einmal mit Cesar Thier, der für zwei Trainingseinheiten bei uns war.
TOWIU: Mit welchen Torwarthandschuhen spielen Sie?
Daniel Freidhof: Mit Handschuhen von Uhlsport.
TOWIU: Wie finden Sie es, dass es in Fulda die Torwartschule Keepers Personality gibt?
Daniel Freidhof: Das ist eine super Idee für ambitionierte Jungs. Die Nachwuchskeeper haben hier Möglichkeiten, die es zu meiner Zeit nicht gab. Ich wäre froh, wenn es das schon zu der Zeit gegeben hätte, als ich ein junger Torhüter war.
TOWIU: Worin sehen Sie die Vorteile für einen jungen Torhüter, wenn er in einer Torwartschule wie Keepers Personality trainieren kann?
Daniel Freidhof: Der Vorteil liegt in der speziellen Förderung, die es in dieser Art und Weise im normalen Verein nicht geben kann. Ganz wichtig ist für die jungen Talente, dass sie von ehemaligen Torleuten lernen können.
TOWIU: In Kürze startet die Restrunde in der Landesliga Nord. Welches Ziel wollen Sie mit Lehnerz erreichen?
Daniel Freidhof: Wir haben früh mit der Vorbereitung begonnen und geben momentan alles, um noch Platz zwei oder drei zu erreichen. Ich denke, dass können wir auch schaffen. Die Vorrunde lief nicht ganz nach Plan, da haben wir sowohl in der Abwehr Fehler gemacht, als auch vorne nicht so getroffen wie erhofft.
TOWIU: Wie sieht Ihre sportliche Zukunft aus?
Daniel Freidhof: Mir gefällt das Umfeld in Lehnerz gut. Das Team ist super und der sportliche Erfolg vorhanden. Da gibt es nur Lehnerz als Ansprechpartner für kommende Aufgaben.
- E-Mail an Joachim Herbert schreiben
- Mehr Artikel von Joachim Herbert
- Kommentare per RSS 2.0 verfolgen
- Artikel kommentieren
- Trackback setzen.
