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Fußball

Jens Lehmanns Nachfolger stehen in den Startlöchern Von Joachim Herbert, 19.12.2007

Fußball * Nachwuchs: Judmir Meta bildet in seiner Torwartschule Talente aus

Zusammen mit den Linksaußen galten sie früher als die schrägsten Vögel in einer Fußballmannschaft und man sagt ihnen nach, sie wären ganz spezielle Typen. Gemeint sind natürlich die Torhüter, die Woche für Woche im Blickpunkt des Fußballgeschehens stehen. Ob nun in der Bundesliga oder der Kreisklasse – wenn sich die „Nummer eins“ einen Fehler erlaubt, hat das immer direkte Auswirkungen auf den Spielstand.

Einer, der weiß, wie man sich zwischen den Pfosten fühlt, ist Judmir Meta. Als Torwart absolvierte er ein Jugendländerspiel für Albanien und war danach bei Borussia Fulda sowohl in der Oberliga, als auch in der Regionalliga aktiv. Später wechselte er nach Eichenzell in die Bezirksoberliga. Zurzeit trainiert Meta den FV Horas, mit dem er auf Rang acht in der Bezirksoberliga steht.

Seit März dieses Jahres stellt sich Judmir Meta nun einer neuen Aufgabe und hat in Eichenzell auf dem Sportgelände des FC Britannia die Torwartschule Keepers Personality eröffnet. Hier widmet er sich der Ausbildung und Förderung junger Torwarttalente aus dem Bezirk Fulda. Doch wie kommt man dazu, eine Torwartschule zu eröffnen?
„Für mich ist mit diesem Projekt ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Judmir Meta. „Das ist genau die Welt, in der ich mich wohl fühle. Seit ich die Schule eröffnet habe, haben insgesamt 13 Torhüter bei Keepers Personality trainiert. Derzeit sind es acht Jungs – und einer kommt sogar manchmal mit dem Fahrrad aus Gersfeld zu den Übungseinheiten.”

Taktik, Kondition und Koordination
Trainiert werden die Nachwuchstorhüter bei Keepers Personality während der Saison dreimal pro Woche, in der Winter- und Sommerpause ruht nicht nur in den Ligen, sondern auch in der Torwartschule der Trainingsbetrieb.
Judmir Meta legt in seiner Schule nicht nur Wert auf die Ausbildung der torwartspezifischen Fähigkeiten: „Natürlich arbeiten wir mit den jungen Keepern an den Grundtechniken, wie fangen, fausten, abwerfen und Ballannahmen. Aber auch Taktik, Kondition und Koordination werden geschult. Neben den körperlichen Aspekten möchte ich meine Schüler jedoch auch zu Torwartpersönlichkeiten ausbilden. Deshalb auch der Name Keepers Personality – es geht um die Persönlichkeit des Torwarts. Er soll nicht nur gut halten können, sondern muss auch dem Druck gewachsen sein, unter dem ein Schlussmann des Öfteren steht. Das Schulen von Selbstvertrauen und mentaler Stärke gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.“

Die aktuellen und ehemaligen Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Vereinen des Bezirks. Von Borussia Fulda, Flieden, Großenlüder, Bronnzell, Eichenzell, Hettenhausen, Sinntal, Lehnerz bis Künzell sind viele Klubs und Spielklassen vertreten. Unter Judmir Metas Fittichen war während seiner Zeit als Jugendtrainer bei Borussia Fulda auch Benedikt Kaiser. Der 16-Jährige aus Lauterbach spielt inzwischen im Tor von Rot-Weiß Erfurt in der B-Junioren-Bundesliga und hat dort ambitionierte Ziele. Auch Hendrik Hilpert hat es in die Ferne gezogen. Der 12-jährige Eiterfelder war einst bei Keepers Personality aktiv und ist nach einem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt nun bei den C-Junioren von Carl-Zeiss Jena gelandet.

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