Sport
Hilderser Unternehmen unterstützt Vize-Weltmeisterin Von Joachim Herbert, 21.05.2007Rollstuhl-Karate * WM: Bekleidung von MND-Sport für das deutsche Nationalteam
Das Engagement der Rhöner Firma MND-Sport hat den deutschen Rollstuhl-Karatekämpfern Glück gebracht. Als offizieller Ausrüster fungierte das Unternehmen aus dem Hilderser Ortsteil Batten für die deutsche Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Japan eine Silbermedaille gewann.
Ausgestattet mit Trainingsanzügen, Sweatshirts und T-Shirts von MND-Sport traten die Athleten ihre Reise nach Okinawa an. Bei den Wettkämpfen überzeugte die 27-jährige Manuela Feher aus Leipzig mit einem starken Katavortrag. Mit nur einem Zehntel lag sie hinter der Siegerin aus Japan und holte damit das silberne Edelmetall.
Dass die deutsche Delegation den weiten Weg nach Japan nicht umsonst gemacht, zeigen auch die beeindruckenden Leistungen der drei Teamkollegen Elke Krause, Karena Schultheiß und Nazar Saeed. Während Karena Schultheiß den Einzug ins Finale knapp verpasste, belegte Elke Krause den 6. Platz und Nazar Saeed den 7. Platz. „Wir sind sehr stolz auf unsere Rolli-Kämpfer“, erzählten die Trainer Sonja Stockmann und Frank Heimbucher. „Alle vier haben Nervenstärke bewiesen und ihre Katas überzeugend und fehlerfrei vorgetragen.“
Das intensive Training der vier Rollstuhl-Kämpfer seit ihrer Qualifikation bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Juni 2006 hat sich bezahlt gemacht. Den „letzten Schliff“ erhielten sie dann in Tokio durch den japanischen Meister Tadashi Ishikawa. Er hat die noch junge Sportart Rollstuhl-Karate vor sechs Jahren nach Deutschland gebracht und begleitet seitdem die Leipziger Rollstuhl-Kämpfer.
Neben dem Wettkampf nutzten die Rollstuhlsportler die Zeit in Japan natürlich auch, um Land und Leute kennen zu lernen. Ein Ausflug ins Sumo-Museum gehörte ebenso zu ihrem Kulturprogramm wie der Kaiserpalast oder der weltgrößte Fischmarkt in Tokio. Natürlich wurden auch landestypische Spezialitäten probiert - Sake und Sushi durften dabei nicht fehlen.
Zurück in Deutschland geht es für die vier Wettkämpfer nun wieder mit dem regulären Training weiter. Neben Selbstverteidigung stehen Koordination, Ausdauer und Kraft auf dem Programm.
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