Fußball
Lehnerz und Hünfeld kämpfen um Platz zwei Von Joachim Herbert, 07.02.2007Fußball * Landesliga Nord: Heimische Vereine wollen den Relegationsplatz
Nur noch zweieinhalb Wochen, dann ist auch in den heimischen Ligen die fußballlose Zeit vorbei und die Wochenenden sind wieder verplant. Die Landesliga Nord beginnt am 24. Februar mit dem 22. Spieltag ihr Restprogramm. Zwei heimische Mannschaften sind noch im Rennen um Platz zwei und machen sich berechtigte Hoffnungen auf den Relegationsplatz.
TSV Lehnerz
Eines dieser Teams ist der TSV Lehnerz, der zurzeit Rang zwei einnimmt. Wenn es nach Trainer Bardo Hirsch geht, steht der TSV dort auch am Ende der Saison: „Unser Ziel kann nur sein, Platz zwei zu verteidigen. Rang eins ist in weite Ferne gerückt. Tabellenführer Lohfelden müsste schon einbrechen, aber dafür ist die Mannschaft zu abgebrüht.“
Das Ziel ist somit klar, doch wie stark ist der Druck, es wirklich erreichen zu müssen? „Wenn es mit Platz zwei klappt, dann ist das eine schöne Sache“ , sagt Bardo Hirsch. „Und wenn nicht, reißt uns auch keiner den Kopf ab“, gibt sich der TSV-Coach recht entspannt.
Abgänge und externe Zugänge gibt es in Lehnerz keine zu verzeichnen, lediglich Manuel Stobbe (Lehnerz II) und Alaine Chienku (zurück vom Studienaufenthalt in Frankreich) stoßen zum Landesligakader.
Hünfelder SV
Einen Zweikampf mit Lehnerz wird sich wohl der Hünfelder SV liefern. Derzeit ist man Dritter, hat ein Spiel mehr, aber zwei Punkte weniger auf dem Konto. „Platz zwei ist ein realistisches Ziel“ sagt Hünfelds Abteilungsleiter Joachim Hess. Auch er hält Lohfelden für stark genug, die Tabellenführung zu verteidigen. „Unser Hauptkonkurrent ist Lehnerz und die Partie dort wird ein Schlüsselspiel. Wenn wir das gewinnen, stehen unsere Chancen gut“, so Hess. Nachdem die Begegnung Ende November dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, ist der Showdown nun für den 28. März geplant. Ein volles Haus dürfte garantiert sein.
Nicht mehr zur Verfügung steht dem HSV Sebastian Ruhl, der nach Unterhaching wechselte. Dafür stoßen vier neue Akteure zum Landesligakader. Aus der zweiten Mannschaft ist dies Marius Ebert und aus der A-Jugend trainieren Michael Straub, Dominik Vollmer und Johannes Wiegand bei der ersten Mannschaft mit.
RSV Petersberg
Positiv blickt der RSV Petersberg in die Zukunft. Zwei der letzten drei Punktspiele wurden gewonnen und gegen Spitzenreiter Lohfelden sowie gegen Lehnerz verlor man nur mit einem Tor Unterschied.
Für Trainer Werner Schlacher geht es nur um den Klassenerhalt: „Wenn wir an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, bin ich optimistisch“, meint Schlacher. „Derzeit habe ich um die 18 Spieler im Training, Boris Aschenbrücker ist auch zurück und es geht aufwärts.“
Zurück am Waidesgrund sind auch Ralph Kirchner (Hünfeld) und Adrian Pavlovski (SV Neuhof), die den RSV beide erst zum Ende der vergangenen Runde verlassen hatten. Nicht mehr zum Einsatz kommen werden Björn und Sascha Sauerwein.
TSV Grebenhain
Vor einer rosigen Zukunft scheint der TSV Grebenhain zu stehen. Zwar hat Spielertrainer Thomas Winter den Verein verlassen, doch wurde für ihn bereits ein kompetenter Nachfolger gefunden. Martin Hohmann schwingt nun das Zepter beim Aufsteiger, der sich noch einmal verstärkt hat. Mittelfeldakteur Lars Billasch ist ebenso neu am Bord wie Petr Nemec. Der 35-Jährige war früher für RW Erfurt und Sachsen Leipzig aktiv und soll die Position des Spielmachers ausfüllen.
Grebenhains Abteilungsleiter Gerd Röder tritt den Spekulationen, Grebenhain wolle in der nächsten Saison aufsteigen, entgegen: „In der Restrunde wollen wir unseren Tabellenplatz halten, ein einstelliger Rang ist das Ziel. Nächste Saison möchten wir uns in der Landesliga etablieren.“
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