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Soundgarden + Rage Against The Machine = Audioslave Von Joachim Herbert, 03.02.2003CD-Review: Audioslave - Audioslave
Audioslave – ist das die erste Superband des noch jungen Milleniums? Schaut man sich die vier Mitglieder an, so spricht Einiges dafür. Denn Sänger Chris Cornell war bis zu ihrer Trennung im Jahr 1997 Frontmann, Gitarrist und Stimme von Soundgarden und Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) sowie Brad Wilk (Drums) gehörten einst zu Rage Against The Machine. Beide Bands zählten in den neunziger Jahren zu den Heroen des härteren Rocks; Soundgarden als Vertreter des Grunge, Rage Against The Machine mit punkinspiriertem Hardrock, verkauften zusammen über 35 Millionen CD´s und haben nun ihr Talent zu einem neuen Projekt verschmelzen lassen.
Das Album heißt wie die Band „Audioslave“ (Epic/Interscope) und enthält 14 Songs, die über 65 Minuten feinste Rockmusik garantieren. Chris Conell hat alle Texte geschrieben und singt und Tom Morello steuert in fast jedem Song ein Gitarrensolo bei, das keine Zweifel an seinem Können lässt.
Die Einflüsse reichen jedoch über die beiden Vorgängerbands Soundgarden und Rage hinaus. Anleihen an den Siebziger-Jahre-Rock von Led Zepplin oder Creedence Clearwater Revival sind ebenso zu finden. Die Bandbreite zieht sich vom schnellen Heavy Metall bis zum langsamen alternativen Grunge. Bei „I am the Highway“ schlagen Audioslave genauso langsamere Töne an wie bei „Getaway car“, ohne dabei jedoch in seichten Kuschelrock zu verfallen. Das ist bei der Vorgeschichte der vier Musiker auch kaum vorstellbar. Trotz langsamem Tempo verleiht Sänger Chris Cornell den Tracks durch seinen eindringlichen und intensiven Gesang einen harten Touch. Und bei der ersten Single „Cochise“ sowie bei „Set it off“ hört man die dreckigen Gitarrenriffs, die ein Markenzeichen von Rage Against The Machine waren, deutlich heraus.
Alles in allem ein wirklich gelungenes Debutalbum der alten Rockhasen, die mit ihrem Werk alle neuen Rockbands daran erinnern, wie Heavy Rock zu klingen hat.
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