Rock'n'Roll
Melodiöse Hymnen für die Ewigkeit? Von Joachim Herbert, 13.06.2002CD-Review: Freedom Call - Eternity
Metalbands gibt es wie Sand am Meer und Freedom Call sind nur eine mehr? Nicht ganz, denn die vier Jungs aus Nürnberg präsentieren sich auf ihrem dritten Album „Eternity“ (Steamhammer/SPV) musikalisch zwar als Heavy-Metal-Act, vom teilweise sehr düsteren Image der Szene heben sie sich jedoch positiv ab.
Da gibt es zwar Leder und schwarze Klamotten, doch die Musiker lachen im Großformat von der CD. Auch die Songs haben wenig Düsteres. Vielmehr herrschen positive Grundstimmungen, die elf Lieder werden getragen von temporeichen Rhythmen, hymnischen Gesängen und abwechslungsreichen Arrangements. Keiner quält die Gitarre oder schreit finstere Texte ins Mikrofon, vielmehr sind alle Songs für eine Heavy-Metal-Band überraschend melodiös.
Wer beim Blick auf die Musiker überlegt, ob er nicht den ein oder anderen schon einmal gesehen hat, der täuscht sich nicht. Denn Sänger Chris Bay und Drummer Dan Zimmermann waren früher bei der fränkischen Coverband Lanzer und sind oft zu Konzerten im Kreis Fulda unterwegs gewesen. Mit Freedom Call ist man nun jedoch europaweit auf Tour. Zwar gab es auch schon einen Auftritt in Fulda mit den Lokalmatadoren von Edguy, die Nürnberger spielten jedoch auch bereits als Vorgruppe für Blind Guardian und Saxon.
Für die Melodic Metal Band ist „Eternity“ auf jeden Fall ein weiterer Schritt auf dem Weg nach oben. Und in „Flame in the night“ und „Turn back Time“ werden dem Rockfan zwei Bombastballaden offeriert, die beweisen, dass Freedom Call nicht nur für die Partymomente im Leben zuständig sein kann.
- E-Mail an Joachim Herbert schreiben
- Mehr Artikel von Joachim Herbert
- Kommentare per RSS 2.0 verfolgen
- Artikel kommentieren
- Trackback setzen.





